Nein zum Krieg der Türkei und der Unterstützung durch Deutschland

Die Türkei führt Krieg gegen Rojava. Der deutsche Staat liefert politische Rückendeckung und Deutsche Banken und Konzerne liefern Kriegsgerät und Geld. Für uns als AntimilitaristInnen aus Deutschland ist Rojava und der Krieg gegen die Bevölkerung daher immer wieder Thema unserer Praxis. In diesem Text gehen wir tiefer auf die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei ein und auch darauf warum wir hier gegen den Angriffskrieg auf Rojava aktiv werden müssen.

Die Türkei führt Krieg. Am 9. Oktober hat die türkische Armee mit der Bombardierung und dem Einmarsch ihrer Truppen in Rojava im Norden Syriens begonnen. Am Boden greift die zweitgrößte Armee der Nato gemeinsam mit ihren verbündeten islamistischen Milizen an. Gezielt wird die zivile Infrastruktur, Wohngebiete und Krankenhäuser zerstört. Weiterlesen

Repression gegen Solidarität mit Rojava

Ermittlungen und Hausdurchsuchung in Villingen-Schwenningen nach einer Auseinandersetzung mit türkischen Faschisten.

Am 12. Oktober gingen in Villingen rund 100 Menschen gegen den Angriff der türkischen Armee gegen Rojava auf die Straße. Im Anschluss an eine Kundgebung bildete sich eine spontane Demonstration durch die Innenstadt. Vor einem türkischen Verein provozierten zunächst einige Faschisten die DemonstrantInnen. Nachdem einer der Provokateure ein Messer zog verteidigte sich die Demonstration kollektiv. Es gelang die Faschisten zurück zu drängen. Weiterlesen

Angriff auf Rojava steht bevor – Achtet auf Ankündigungen

Die Türkei hat grünes Licht für einen Krieg gegen die demokratische Selbstverwaltung in Rojava, Nordsyrien.

Heute Morgen haben die USA mit dem Abzug ihrer Truppen aus den Grenznahen Städten Serêkaniyê und Girê Spî in Rojava begonnen. In der vergangenen Zeit wurde der türkische Besatzungsplan der Region auch mit Syrien, Russland und dem Iran abgesprochen. Weiterlesen

Das schweigen brechen! Solidarität mit den Hungerstreikenden in der Türkei

Isolation – Isolation ist die komplette Abschirmung von jeglichen Art von Sinnesreizen. Isolation ist die Abschirmung von jeglichem sozialen Kontakt. Isolation ist die Abschirmung von der gesamten Gesellschaft.

Tausende Erdogangegner, KurdInnen, Linke und RevolutionärInnen sitzen zur Zeit in türkischen Gefängnissen, weil sie für ein menschenwürdiges Leben stehen, dass sich mit der Vorstellung Erdogans widerspricht. Erdogan und seine Regierung versuchen mit Gewalt, ihr Diktatur zu befestigen und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu regulieren. Jeglicher Widerstand gegen die Politik der türkischen Regierung, seien es Streiks oder Demonstrationen werden gewaltsam von Polizei oder Militär aufgelöst.  Weiterlesen ->

Stoppt alle deutschen Waffenexporte an die Türkei

Alle deutschen Rüstungsexporte in die Türkei stoppen
– Schluss mit dem Angriff auf Afrin
– Demonstration: Sa., 27. Januar, 14 Uhr, Bahnhof Schwenningen

Am 21. Januar hat der türkische Staat eine Bodenoffensive gegen Rojava-Syrien begonnen. Ziel Erdogans und der AKP ist es die demokratische Selbstverwaltung im Kanton Afrin zu zerschlagen. Im Verband mit islamistischen Kampfeinheiten aus Syrien greift das türkische Militär an.

Das türkische Regime lässt Wohngebiete bombardieren. Die meisten Opfer der Angriffe sind Zivilisten. Zudem leben heute in Afrin etwa 500.000 Menschen die vor dem Krieg in Syrien in die bisher weitgehend friedliche Region geflohen sind. Auch sie sind erneut Angriffen ausgesetzt.  Weiterlesen

Türkei: Auf dem Weg in den Faschismus?

Im folgenden dokumentieren wir die gerade neu erschienene Broschüre von Perspektive Kommunismus zur Türkei. Themen sind unter anderem der Aufstieg der Partei AKP, der kurdische Befreiungskampf und proletarischer Internationalismus.

Einleitung:

Die aktuelle diplomatische Eskalation zwischen der Türkei und einigen EU-Staaten, im Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsmitglieder in Europa, ist in aller Munde. Im Vorfeld des Referendums, um das geplante Präsidialsystems, das die Alleinherrschaft Erdogans weiter festigen soll, gerät damit die Situation in der Türkei selbst etwas aus dem Blick. Um die momentane Entwicklung, abseits von verbalen Drohungen und Wahlkampfgetöse einordnen zu können, lohnt eine Betrachtung politischer, historischer und ökonomischer Hintergründe der Umbrüche in der Türkei.

Broschüre als PDF

Veranstaltungsreihe:

TÜRKEI / KURDISTAN / ROJAVA

SolidaritätTausende Verhaftete, die Einschränkung der Presse sowie die Bilder Gefolterter machen sich zwar in den hiesigen Medien nicht gut. Die Kritik aus der BRD am Handeln Erdogans nach dem gescheiterten Putsch beschränkt sich jedoch auf mahnende Worte, denn wirtschaftliche und machtpolitische Interessen wiegen schwerer.

Auch vor dem nun bereits ein Jahr andauernden Krieg der Regierenden in der Türkei gegen die kurdischen Gebiete und dem Einsatz der Armee gegen die zivile Bevölkerung verschließt die BRD weiter die Augen.
Zahlreiche Linke aus der Türkei und Kurdistan befinden sich derzeit in der BRD in Haft oder stehen vor Gericht.

Der Grund dafür? Ihr Einsatz für eine demokratische Gesellschaft, ihr Einstehen für die Selbstbestimmung der kurdischen Bevölkerung, ihr Handeln gegen die autoritär regierende AKP und vor allem ihr Kampf für eine Ordnung der Gleichberechtigung und Solidarität.

In der Türkei als Mitglieder der PKK und der revolutionären türkischen Linken verfolgt, werden sie in der BRD in der selben Weise als UnterstützerInnen und AnhängerInnen einer „ausländischen terroristischen Vereinigung“ angeklagt und inhaftiert. Die Anschuldigungen und Beweise dazu liefert oftmals der türkische Staat.

Die BRD macht sich dabei jedoch nicht nur zum Erfüllungsgehilfen der diktatorisch regierenden AKP unter Erdogan, die Herrschenden in Deutschland handeln vielmehr in ihrem eigenen Interesse. Ihnen geht es um Absatzmärkte, dem Zugang zu Rohstoffen und starken Verbündeten in der Region, welche nicht nur bei der Abschottung vor Flüchtlingen dienlich sind. Fortschrittliche und linke Bewegungen sind ihnen dabei ein Dorn im Auge, denn deren Einsatz für eine befreite Gesellschaft steht dem Streben der kapitalistischen Eliten nach mehr Profit und Einfluss in der Region entgegen.

Doch wir zeigen uns solidarisch – solidarisch mit der kurdischen Befreiungsbewegung, der türkischen Linken und mit den Menschen in Rojava Nordsyrien welche sich nicht in den syrischen Bürgerkrieg hineinziehen lassen sondern für eine demokratische Gesellschaftsordnung, in der die verschiedenen Bevölkerungsgruppen solidarisch zusammenleben und ihr Leben in die eigene Hand nehmen, kämpfen.

Wir sind aber auch solidarisch mit den in der BRD von Strafverfolgung und Gefängnis betroffen FreundInnen und GenossInnen, denn ihr Einsatz für einen gerechten Frieden ist kein Verbrechen sondern notwendiger denn je. Weiterlesen