Bericht: Aktion gegen deutsche Waffen für die Türkei / Demo gegen den Angriff auf Afrin

Am Samstag Morgen verteilten AktivistInnen des Antimilitaristischen Treffen Villingen-Schwenningen (AMT VS) Flyer in der Schwenninger Innenstadt und auf dem Wochenmarkt, um gegen die Angriffe von Erdogans Armee auf Afrin und die indirekte Beteiligung Deutschlands zu informieren. Deutschland liefert seit Jahrzehnten Waffen und ganze Rüstungsfabriken in die Türkei. Wenn es darauf ankommt steht die BRD immer hinter ihrem NATO-Partner Türkei. So auch beim jetzigen Angriff auf den Kanton Afrin in Rojava-Syrien.

Während Flyer verteilt wurden, gab es auch eine Transpi-Aktion. Die PassantInnen waren interessiert, gaben positive Rückmeldung und es gab einige Gespräche.

Im Übereifer hat der „Marktmeister“ versucht die AntimilitaristInnen vom Platz zu verweisen und hat eine Polizeistreife zur Feststellung der Personalien angefordert, die jedoch nicht kam.

Die Aktion am Morgen brachte auch einige Leute auf die spätere Demonstration..

Am Mittag versammelten sich dann auf dem Bahnhofsvorplatz um die 350 Leute zur Demo: Schluss mit den Angriffen auf Afrin. Verschiedene kurdische, türkische und Deutsche Gruppen – darunter auch das Antimilitaristische Treffen VS – hatten dazu aufgerufen.

Bei der Auftaktkundgebung gab es eine Rede des AMT VS. In der Rede wurde vor allem ein Blick auf die Verstrickungen des deutschen Staates mit dem NATO-Partner Türkei eingegangen.

Im Anschluss zog der Demonstrationszug in Richtung Innenstadt. Auf der Demo gab es eine kämpferische und solidarische Stimmung, PassantInnen blieben stehen, strömten aus den Lokalen und zeigten großes Interesse.

Abseits der Demo, auf dem Dach eines Gebäudes wurde Feuerwerk gezündet und die Fahne der YPG geschwenkt. Die YPG/YPJ sind die Volksverteidigungseinheiten in Rojava-Syrien die maßgeblich an der Zerschlagung des Islamischen Staates beteiligt waren. In Deutschland wurden die Fahnen der YPG/YPJ verboten, da sie als Ableger der PKK gelten. Auch in Deutschland sind kurdische AktivistInnen massiver Repression ausgesetzt, ganz im Sinne des türkischen Regimes.

Auf der Abschlusskundgebung blühte die kämpferische Stimmung ein weiteres mal auf. Es gab weitere Redebeiträge und zum Abschluss wurde in großer Runde gesungen und Halay getanzt.

Wir werden auch weiterhin auf die Straße gehen und gegen die Verbrechen der AKP-Regierung und ihre Handelspartner in der BRD protestieren und Widerstand leisten.

Alle deutschen Waffenexporte stoppen – Aktiv gegen Krieg und Militär – international und solidarisch!

 

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