Arbeit und Ausbildung statt Bundeswehr und deutsche Kriege

„Arbeit und Ausbildung statt Bundeswehr und deutsche Kriege“. Unter diesem Motto platzten heute AktivistInnen des Antimilitaristischen Treffen VS in eine Veranstaltung des Berufsinformationszentrems (BIZ) in Villingen. Grund dafür war ein Auftritt der Bundeswehr in den Räumen des BIZ. Die Aktivisten verteilten ein Flugblatt an die Anwesenden BesucherInnen der Veranstaltung – großteils SchülerInnen. Darin bezogen Sie Stellung gegen den Versuch der Bundeswehr sich den SchülerInnen als „ganz normaler Arbeitgeber mit dem Versprechen auf Abenteuer“ zu präsentieren. Doch normaler Arbeitgeber ist die Bundeswehr nicht.

Arbeitsagentur und Bundesregierung vermelden Jahr für Jahr historisch niedrige Arbeitslosenzahlen und verweisen auf 10tausende offene Ausbildungsplätze. Bei der arbeitenden und Arbeit suchenden Bevölkerung fühlt sich das anders an. Kein Wunder, denn: die Statistiken der Arbeitsagentur sind geschönt. Menschen in meist sinnlosen „Förderungsmassen“, genauso wie Menschen die den Ämtern als „nicht mehr vermittelbar“ gelten, werden zu hunderttausende aus der Statistik gestrichen. Jene die sich nur mit unfreiwilligen Teilzeitjobs über Wasser halten, oder sich mit einem „ein Euro Job“ begnügen müssen, werden hingegen in das von den Regierenden propagierte „Jobwunder“ hineingerechnet.

Diese Rahmenbedingungen zu benennen ist wichtig, denn das bildet die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für ddie Werbefeldzüge der Bundeswehr. Jugendarbeitslosigkeit, Mangel an guten, passenden Ausbildungsplätzen, Praktikum nach Praktikum, permanente Geldnot trotz Arbeit, etc. – das sind die Rekrutierungshelfer der deutschen Armee. Auch nach dem Ende der Wehrpflicht entscheiden sich junge Menschen daher keineswegs wirklich ‚freiwillig‘ für das dasein als Soldat.

Dabei dient die Bundeswehr in erster Linie geopolitischen und wirtschaftlichen Strategien von Staat und Wirtschaft. Sie dient zur Durchsetzung der Interessen der Herrschenden. Auf den Punkt gebracht heißt das: die Armen führen die Kriege der Reichen. Statt mit der Bundeswehr in die Welt zu ziehen und Krieg im Interessen von geopolitischem Kalkül und Kapital zu führen, gilt es hier vor Ort für zivile Arbeits- und Ausbildungsplätze zu kämpfen.

Darum: Arbeit und Ausbildungsplätze statt Krieg für die Interessen des Kapitals

Aktiv gegen Krieg und Militarisierung

 

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