Kundgebung: Solidarität mit der türkischen und kurdischen Linken

KundgebungUnter dem Motto ,,Solidarität mit der türkisch-kurdischen Linken“ veranstaltete das Antimilitaristische Treffen Villingen-Schwenningen am 27. August eine Kundgebung in VS-Schwenningen. Über 30 Personen kamen in der Fußgängerzone zusammen.

Die aktuelle Lage in der Türkei und in Kurdistan wurde in jeweils zwei Reden einer Genossin von ATIK und eines Sprechers des Antimilitaristischen Treffen VS thematisiert. Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei nahm die Repression gegenüber emanzipatorischen und linken Kräften weiter zu. Thematisiert wurde auch das aktuelle Bombenattentat in Gaziantep auf die Hochzeit eines HDP-Abgeordneten mit mindestens 50 Toten und Dutzenden Verletzten. Den Anschlag nahm die türkische Regierung zum Anlass, unter dem Vorwand, den Islamischen Staat zu bekämpfen, nach Syrien einzumarschieren. Tatsächlich greift die türkische Armee jedoch die demokratische Autonomieregion Rojava an.

Die Bundesregierung unterstützt Erdogan und dessen Bestrebung die Türkei in eine Präsidialdiktatur zu verwandeln indem sie zu den aktuellen Ereignissen und dem Krieg gegen die kurdische Bevölkerung schweigt. Gleichzeitig werden in der BRD türkische und kurdische Linke verfolgt. Über einzelne Gefangene, die derzeit vor Gericht stehen, wurde auf Schautafeln informiert.

Die Kundgebung war Auftakt für die Reihe „Türkei – Kurdistan – Rojava“. Ziel der Kampagne ist die Stärkung der Zusammenarbeit, der internationalen Solidarität und das Verbinden der Kämpfe. Deutlich gemacht werden soll, dass der Einsatz für einen gerechten Frieden in Syrien, der Türkei und auch der BRD kein Verbrechen ist. Die nächste Veranstaltung ist ein Solidaritätsabend im Linken Zentrum VS, an dem am 16. September Briefe an türkische und kurdische politische Gefangene in der BRD geschrieben werden. Unter den Verhafteten sind auch zwei Genossen aus der Region Schwarzwald-Baar.

InfotischInfowand zur Türkei

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