Informationsveranstaltung zu Rojava

podiumAm 21. Dezember lud ein Bündnis verschiedener Organisationen der deutschen, türkischen und kurdischen Linken zu einer Saalveranstaltung unter dem Thema „Rojava – Wegweiser für den Nahen Osten? Geschichte, Gegenwart und Perspektive“ ein.

Etwa 150 Menschen kamen letztendlich in das DRK Haus in Schwenningen um sich zu informieren und auszutauschen. Neben dem Vortrag gab es auch mehrere Infostände der beteiligten Organisationen und Gruppen, unter anderen war auch der Infoladen des Linken Zentrums Mathilde Müller mit einem Tisch vertreten.

Als Referent trat Zuhat Kobanê von der syrisch kurdischen PYD (Partei der Demokratischen Union) auf. Er ist in der Europavertretung der PYD tätig und berichtet derzeit bei zahlreichen Veranstaltungen über die Situation in Rojava und der vom IS eingeschlossenen Stadt Kobanê.

Unter anderem ging er auf die Bewältigung der Probleme bei der Versorgung der Bevölkerung und der Entwicklung der Wirtschaft ein und wie diese bewältigt werden. Außerdem beleuchtete er die demokratischen Strukturen im Land und vor welchen Herausforderungen die Bevölkerung Rojavas in Zukunft stehen werden. Die unmittelbarste ist sicherlich das Zurückdrängen des IS, dessen Stärke aber zunehmend bröckele.

In Syrien kämpft die kurdische Bevölkerung im Norden des Landes für eine selbstverwaltete Region mit basisdemokratischen Strukturen unter Einbeziehung aller ethnischen und religiösen Minderheiten. In diesem Kampf nimmt die Partei der Demokratischen Union (PYD) eine führende Rolle ein. Trotz ununterbrochener Angriffe gegen Rojava durch die syrische Armee und aber auch von Seiten der gegen die Assad Regierungen kämpfenden Milizen wurden in vielen gesellschaftlichen Bereichen Fortschritte erreicht.

Seit seiner Entstehung wurde Rojava von den angrenzenden Staaten, der Türkei, dem Irak bzw. dessen kurdischer Autonomieregion und Syrien wirtschaftlich blockiert und so auch von der Versorgung mit wichtigen humanitären Gütern abgeschnitten. Besonders seit dem Sommer ist die Region massiven Angriffen durch Milizen des IS ausgesetzt. Lange Zeit war die Bevölkerung Rojavas bei der Abwehr des IS auf sich selbst angewiesen, internationale Hilfe erfolgte erst spät und auch immer noch sehr zaghaft.

Organisiert und veranstaltet wurde die Informationsveranstaltung von der ADHF (Föderation der demokratischen Rechte in Deutschland), dem Antimilitaristisches Treffen Villingen-Schwenningen, der ATIF (Föderation der ArbeiterInnen aus der Türkei in Deutschland), der Linken Aktion Villingen-Schwenningen, der PYD (Partei der Demokratischen Union).

 

Im Saal          Solidarität

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